Zahnkronen – die wichtigsten Informationen

Eine Zahnkrone ist eine heutzutage häufig verwendete Form des Zahnersatzes. Also, eine Zahnkrone ist ein Zahnersatz. Hier erfahren Sie, wann eine Zahnkrone erforderlich ist, wie eine Zahnkronenbehandlung abläuft, welche Arten von Zahnkronen es gibt und mit welchen Kosten die Anfertigung einer Zahnkrone verbunden ist.

Was sind Zahnkronen?

Was sind Zahnkronen?Eine Zahnkrone stellt einen gängigen Zahnersatz dar, wenn ein Teil eines Zahnes rekonstruiert werden muss. Sie besteht entweder aus Metall, Keramik oder Kunststoff und rekonstruiert den fehlenden Teil des Zahnes wie ein Puzzlestück. So erhält der Zahn seine ursprüngliche Form und Stabilität zurück und das Gebiss seine Kaufähigkeit.
Jede Zahnkrone wird individuell auf Basis eines Modells angefertigt. Passgenaue Kronen können lange halten und sind je nach Material kaum von einem echten Zahn zu unterscheiden.

Wann sollte eine Überkronung durchgeführt werden?

Eine Überkronung muss dann durchgeführt werden, wenn der Zahn durch eine starke Karies sehr geschädigt ist. So wird eine Krone erforderlich, wenn eine bloße Füllung einen Zahn nicht mehr retten kann. Auch ein Unfall, bei dem ein Stück Zahn abgebrochen ist, kann eine Zahnkrone erforderlich machen. Eine weitere Empfehlung für eine Zahnkronenbehandlung liegt vor, wenn ein Zahn nach einer Wurzelbehandlung an Elastizität und Stabilität verliert.

Falls eine Parodontitis (Parodontose) diagnostiziert werden, sollte vor der Überkronung die erforderliche Parodontitis (Parodontose) Behandlung durchgeführt werden. Die weiteren Informationen dazu finden Sie im Parodontologie – Ratgeber.

Voraussetzung für eine problemlose Zahnkronenbehandlung ist, dass noch mehr als fünfzig Prozent der Zahnsubstanz erhalten sind. Auch müssen laufende Behandlungen des Zahnfleisches vor der Überkronung abgeschlossen sein. Eine intakte Zahnwurzel (oder eine abgeschlossene Zahnwurzelbehandlung, siehe oben) stellt eine weitere Voraussetzung für die Überkronung dar.

Wenn eine Parodontitis (Parodontose) Therapie früher bereits stattgefunden hat, sollte vor einer Überkronung eine  Unterstützende Parodontitis Therapie (UPT)  geplant werden.

Wie läuft die Behandlung ab?

Bei einer Zahnkronenbehandlung sind zwei bis drei zahnärztliche Sitzungen erforderlich. Zunächst wird der Zahnarzt die kariösen Stellen und nicht mehr verwendbare Füllungen entfernen und den Zahn abschleifen. Weiterhin wird mit Hilfe von Wärme- und Kältereizen geprüft, ob die Zahnwurzel noch intakt ist. Ist dies der Fall, wird nun von dem vorbehandelten, zu überkronenden Zahn ein Abdruck genommen, ebenso von den angrenzenden Zähnen. Anschließend wählen Patient und Zahnarzt gemeinsam die Farbe der Krone aus.
Mithilfe des Abdrucks fertigen nun Zahntechniker im Labor die Zahnkrone an. Bis zu ihrer Fertigstellung trägt der Patient ein Provisorium.
Der nächste Zahnarztbesuch dient dazu, die Passgenauigkeit der Krone zu testen und gegebenenfalls nachzuschleifen, denn eine Krone muss perfekt sitzen. Ist die Krone fertig angepasst, wird sie mit Zement dauerhaft befestigt.

Verschiedene Kronenarten

Bissfest_AlterZahnkronen werden hinsichtlich ihres verwendeten Materials und der Anfertigungsart unterschieden:

Vollgusskronen
Eine Vollgusskrone ist die einfachste und günstigste Art unter den Zahnkronen. Sie besteht meist aus verschiedenen Metalllegierungen – also einem Gemisch unterschiedlicher Metalle. Da Gold eine hohe Verträglichkeit besitzt, sind die meisten Metallkronen vor allem goldhaltig, werden jedoch mit weiteren Metallen wie vor allem Platin gemischt, da Gold die Eigenschaft hat, weich zu sein.
Diese Art von Zahnkronen weist eine hohe Stabilität und Haltbarkeit auf. Vollgusskronen haben weiterhin den Vorteil, dass sie sehr dünn sind und nur ein geringer Teil der Zahnsubstanz entfernt werden muss. Von allen Kronenvarianten ist sie die billigste. Jedoch werden reine Kronen aus Metall aufgrund ihres auffälligen Erscheinungsbildes heute nur noch für die hinteren Backenzähne angefertigt.

Verblendkronen
Eine Verblendkrone ist eine Vollgusskrone, bei der eine dünne Schicht aus Keramik oder Kunststoff über das Metall gezogen wird. Da Kunststoff und Keramik farblich dem Zahn angepasst werden können, ist die Verblendkrone unauffälliger und eine ästhetischere Lösung. Diese Art der Überkronung ist jedoch aufgrund des zusätzlich verwendeten Materials und Aufwandes etwas teurer.

Keramikkronen
Reine Zahnkronen aus Keramik sind die äthetischste, aber auch die teuerste Lösung. In ihrem Erscheinungsbild sind sie kaum vom ursprünglichen Zahn zu unterscheiden. Sie werden vor allem für Zahnersatz an den Frontzähnen verwendet.

Kunststoffkronen
Diese Art der Kronen besitzt nur eine begrenzte Haltbarkeit, da sich Kunststoff rasch abnutzt. Kunststoffkronen sind daher vor allem für temporäre Kronen das Mittel der Wahl. Ihre Kosten sind relativ gering.

Was kostet eine Überkronung?

Die Kosten für eine Krone richten sich vor allem nach dem gewählten Material, den Laborkosten und dem zahnärztlichem Honorar für Präparierung des Zahnes und Anfertigung der Krone. Da sie stets individuell angefertigt werden, lassen sie sich nicht pauschal bepreisen; so können für eine Krone Kosten in Höhe von 300 Euro, aber auch bis über 1.000 EUR anfallen.

Von den gesetzlichen Krankenkassen werden Zahnkronen nur teilweise erstattet. In der Regel trägt die Kasse fünfzig Prozent der Regelversorgung, was etwa 125 Euro pro Krone entspricht. Bei einem lückenlosen Nachweis regelmäßiger Zahnarztbesuche durch das Bonusheft wird dem Patienten etwas mehr erstattet. Zusätzliche Kosten muss der Patient selbst übernehmen, wobei der Eigenanteil des Patienten meist deutlich höher liegt als der Kassenzuschuss. Viele Krankenkassen bieten auf ihrer Internetseite einen Zuschussrechner an, mithilfe dessen die übernommenen Kosten individuell errechnet werden können.

Die genauen Behandlungskosten erfährt der Patient in einem zu unterzeichnenden Heil- und Kostenplan vor Beginn der Behandlung. Viele Zahnärzte sind zur Vereinbarung einer Ratenzahlung mit ihren Patienten bereit.

Für Zahnersatz besteht eine zweijährige Gewährleistungsfrist von seiten des Zahnarztes; treten während dieser Zeit Komplikationen mit eine Zahnkrone auf, sind entsprechende Folgebehandlungen kostenfrei.

Private Krankenkassen übernehmen bis zu 100 Prozent der Kosten einer Zahnkronenbehandlung, in Abhängigkeit vom vertraglich festgesetzten Eigenanteil. Auch wer eine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen hat, dem entstehen oft keinerlei oder deutlich geringere Kosten.

Zahnkronen sind heutzutage eine gängige Möglichkeit, teilweise defekte Zähne zu retten. Je nach verwendetem Material sind sie nicht als Zahnersatz erkennbar und auch lange haltbar.

Eine  umfassende Versorgung in einer Zahnarztpraxis in Krefeld mit fachübergreifendem Spektrum an zahnmedizinischen Leistungen aus einer Hand bringt klare Vorteile für Patienten.

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